Über uns …

Wer wir sind und was wir wollen                                                    LOGO

 

Willkommen im Westend (WiW) ist ein Bündnis zur Unterstützung der Flüchtlinge in Charlottenburg! Bei uns engagieren sich Menschen aus der Nachbarschaft, Vertreter_innen verschiedener Parteien (z.B. LINKE, Piraten), Organisationen wie der Flüchtlingsrat, der Jesuiten Flüchtlingsdienst, bezirkliche Kirchengemeinden und Initiativen wie Multitude u.a.

Dazu treffen wir uns regelmäßig alle 14 Tage, um uns über die Lage der Flüchtlinge in den im Bezirk auszutauschen, Unterstützung zu organisieren oder Veranstaltungen zu planen.

 

Entstanden ist unsere Initiative, als Kirsten Goetze fremdenfeindliche Flyer und sogar Unterschriftenlisten gegen das geplante Flüchtlingsheim in der Umgebung der Soorstraße auffielen. Entsetzt über den offenen Rassismus in der eigenen Nachbarschaft, beschloss sie etwas dagegen zu unternehmen. Sie sprach Organisationen und Initiativen an, organisierte ein Treffen und verteilte erste selbstentworfene Flugblätter, um ihre Nachbarn und Nachbarinnen über die Situation der Flüchtlinge aufzuklären und den rassistischen Vorurteilen und Ängsten etwas entgegenzusetzen.

Dieses Engagement hat maßgeblich dazu beigetragen, den Flüchtlingen ein Willkommen zu bereiten! Vor fast einem Jahr gelang es gemeinsam die Stimmung auf der Einwohnerversammlung positiv zu wenden und eine große Welle der Solidarität und Unterstützung in der Nachbarschaft auszulösen. 

Mittlerweile versuchen wir alle drei Flüchtlingsheime in unserem Bezirk präsent zu sein.

Unsere Aktivitäten sind unterschiedlich und stützen sich hauptsächlich auf drei Säulen:

Willkommenskultur, politische/rechtliche Unterstützung, Vernetzung

 

1.Willkommenskultur schaffen /erhalten

Wie schon erwähnt, gab es schon vor der Eröffnung der Flüchtlingsunterkunft in Westend fremdenfeindlichen Tendenzen in der Nachbarschaft. Wir haben uns von Anfang an mit großem Engagement dafür eingesetzt, die Stimmung zu wenden. Glücklicherweise gelang es, auf der ersten Infoversammlung im Heim eine Atmosphäre zu schaffen, in der die wichtigste Frage unter den Anwesenden war: Wie können wir helfen? Was können wir tun, um die schutzsuchenden Flüchtlinge zu unterstützen?

Auch das Sommerfest, dass im Hof der Soorstraße statt fand und bei dem Bewohner_innen, Nachbarn und Unterstützer_innen gemeinsam feierten, sich kennenlernen und informieren konnten, hat einiges dazu beigetragen, Vorurteile abzubauen und Unterstützer_innen zu gewinnen.

Als die NPD den latenten Rassismus wie in Hellersdorf für ihre Ziele nutzen wollte und eine Kundgebung ankündigte, konnten wir bei erfolgreich und gut besuchten Gegendemonstration hier im Kiez zeigen: Nazis sind nicht willkommen!

Obwohl die Flüchtlingsunterkünfte nun schon länger existieren und sich die Befürchtungen und Ängste der Nachbar_innen als unbegründet erwiesen haben, ist es immer noch sehr wichtig Aufklärung zu leisten. Wir versuchen deshalb immer wieder Kontakt herzustellen zwischen den Menschen in der Umgebung und den Bewohner_innen der Heime. Sei es durch Vernetzung mit Einrichtungen in der Umgebung, wie Jugendclubs oder Sportvereinen oder weitere gemeinsame Feste.

Wir verstehen uns auch als Ansprechpartner für Menschen die, die Flüchtlinge mit Spenden, Hilfsangeboten oder Ideen und Projekten unterstützen wollen. Um die große spontane, ehrenamtliche Hilfsbereitschaft sinnvoll und nachhaltig koordinieren zu können, haben wir uns von Anfang an dafür eingesetzt, dass der Bezirk uns bei der Koordinierung des Ehrenamts unterstützt. Diese Aufgabe übernimmt jetzt Frau Gündel. (siehe à Initiative Flüchtlingshaus Soorstraße). Hier gibt es Möglichkeiten in verschiedenen Bereichen mitzuarbeiten (z.B. Kinder- und Jugendarbeit, Frauengruppe, Unterstützung einzelner Familien u.a.) oder neue Ideen einzubringen und Angebote zu schaffen.

Die Initiative Multitude organisiert in den Unterkünften Deutschunterricht für Kinder und Erwachsene und freut sich ebenfalls über alle die mitmachen wollen.

 

2. Engagement für die Rechte der Flüchtlinge

Unsere zweite wichtige Aufgabe ist, uns dafür einzusetzen, dass die schutzsuchenden Flüchtlinge hier möglichst gute Bedingungen vorfinden, damit ihnen der Neuanfang in der Fremde gelingt. Deshalb achten wir darauf, dass die Mindeststandards in den Unterbringungen erfüllt sind und auch andere gesetzlich zugesicherte Rechte wie Schul- oder Kitabesuch der Kinder, gesundheitliche Versorgung sichergestellt sind. Wir versuchen den Betroffenen Informationen über Beratungsmöglichkeiten zu allgemeinen Rechts- und Asylfragen zugänglich zu machen.

Mitglieder unserer Initiative versuchen sich durch Fortbildungen selbst in das Thema einzuarbeiten und sich mit kompetenten Personen und Beratungsstellen zu vernetzen.

Wir solidarisieren uns mit den Forderungen für eine bessere Situation der Flüchtlinge, wie die Abschaffung der Dublin II Verordnung, der Residenzpflicht, dem Arbeitsverbot und setzten uns für eine Asylpolitik ein, die es den schutzsuchenden Personen erlaubt, ohne Angst, in Würde und mit abgesicherten Rechten in unserem Land ein menschenwürdiges Leben zu führen.

3. Vernetzung 

Wir vernetzen uns mit anderen Willkommensinitiativen und Initiativen die sich für  Flüchtlinge und asylrechtliche Verbesserungen eintreten.

Wir tauschen uns regelmäßig über unsere Arbeit aus und versuchen von den jeweiligen Erfahrungen zu lernen und gemeinsame Standards zu erarbeiten.

Dabei geht es uns auch darum, nicht nur für, sondern auch mit den Geflüchteten zu arbeiten, die sich selbst aktiv für ihre Rechte oder auch einzelnen Aktivitäten oder Verbesserungen in den Unterkünften einsetzen.

 

Jeder und jede ist herzlich eingeladen uns bei unserer Arbeit zu unterstützen. Obwohl wir ein gemeinsames Selbstverständnis gegen Rassismus und Diskriminierung jeder Art teilen, ist es möglich, sich auf jeder der einzelnen Ebenen aktiv einzubringen, selbst Aktivitäten und Ideen einzubringen. Wir verstehen uns als gleichberechtigte Struktur von Menschen, die freiwillig, solidarisch und auch mit Spaß an der Sache zusammenarbeiten.

Wir freuen uns auf Eure/Ihre Unterstützung.

Chronik

WILLKOMMEN IM WESTEND – CHRONIK  19.05.2013: Pfingstsonntag waren die ersten rassistischen Flyer an den Bäumen. Wurden immer wieder von mir entfernt (so entsetzt über soviel Rassismus und Vorurteile) …  20.05.2013: Pfingstmontag habe ich meinen eigenen – stümperhaften – Flyer ausgehängt und mich mit dem Cafebetreiber vom „My Cottage“ / Haeselerstr. angelegt. Dort wurden …

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