Jun 27

Kinderschutz in Berlin – einige Einzefälle

Viele sprechen über die Situation der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge – manches ist besser geworden, aber existenzielle Probleme bleiben bestehen und wir verzweifeln daran, dass es Verantwortliche gibt, die die Probleme ganz offenbar nicht lösen wollen.

Vollkommen unbeachtet und fast genauso schlimm ist die Situation der Kinder und Jugendlichen, die nicht unbegleitet kommen, sondern mit einem großen Bruder zusammen, einem Onkel oder dem Nachbarn, der vorgibt der Onkel zu sein.

Einige Beispiele: Weiterlesen »

Jun 08

Bericht vom WiW-Treffen am 02.05. bei der Gemeinde Neu-Westend

Aktuelles

Pläne für neue Unterkünfte in Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Im Gebäude Heerstraße 16 soll im Juli eine Gemeinschaftsunterkunft für 600 Menschen eröffnet werden. Der Betreiber steht noch nicht fest. Das Bezirksamt plant am Abend des 28.06. eine Anwohnerversammlung in der Kirche Neu-Westend.
  • Zur Erweiterung der Unterbringung in der Eschenallee: im Auftrag der BIM wird derzeit eine Machbarkeitsstudie, möglicherweise zum Umbau des ehemaligen Laborgebäudes, erstellt.
  • Gelände altes Familienbad im Olympiapark: hier sollen mit großer Sicherheit Container („TempoHomes“) aufgestellt werden.
  • Spandauer Damm, neben dem Klinikum Westend: nachdem sich unter dem ursprünglich vorgesehenen Ort eine Zisterne befindet, was Statikprobleme bedeutet, wird jetzt geprüft, ob auf dem dortigen Parkplatz MUF (Modulare Unterkunft für Flüchtlinge) oder Container gebaut werden können.
  • Ehemalige Tropenklinik auf dem Gelände des DRK-Klinikums: wird seit vielen Monaten geprüft – Ergebnis noch unbekannt
Stand der Dinge bei den Interk(ult)uranstalten in der Ulme 35
Für die Villa (altes Sanatorium) plant eine Gruppe aus dem Umfeld von WiW (inzwischen ein Verein)  seit ca. 1 ½ Jahren eine soziale und kulturelle Nutzung. Entwürfe und Konzept wurden der Berliner Immonilen Management GmbH (BIM) und dem Kultursenat vorgestellt. GSE (stadteigene Gesellschaft) hat dazu eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Danach sollen die Kosten für nötige Renovierungen usw. nicht allzu hoch ausfallen, so dass eine Nutzung eines Teils des Gebäudes für Künstler als Ateliers und eines anderen Teils als Café und Büros/Werkstätten für unterschiedliche Partner (Träger verschiedener künstlerischer, sozialer Projekte, z. B. auch zur Arbeitsvermittlung u. a.) denkbar ist. BIM und GSE müssten dazu einen Vertrag abschließen. Dann könnte umgehend mit der detaillierten Weiterplanung begonnen werden. Ein Beginn einer Zwischennutzung des leerstehenden Hauses im Herbst wäre wünschenswert. 
Freizug der Turnhallen – Wohin gehen die Menschen?
Laut Senatsankündigung sollten bis zum Sommer alle Turnhallen geräumt werden. Zum ersten Mai wurden weiterhin Hostels und „Ferienwohnungen“ geräumt.Gleichzeitig fehlen bislang die geplanten MUF und TempoHomes.
Auch WiW erreichen verstärkt Wohnungsgesuche und eine Zunahme der Obdachlosigkeit ist zu verzeichnen. Ein Plan des Senats an dieser Stelle ist nicht zu erkennen.
Hinweis auf die Demo am Neptunbrunnen von Moabit hilft, das auch WiW unterstützt. 
Veränderte Verfahren: 
  • Berichte über aktuelle Entwicklungen der Arbeitsvorgänge beim LAGeSo, im ICC usw. werden vorgetragen. Mit Logik sind die Abläufe teilweise nach wie vor nicht zu verstehen. Infos, wer wann wohin muss finden sich auf den Seiten von Berlin hilft.
    Nicht alles funktioniert so, wie es vorgesehen und beispielsweise vor der Eröffnung des ICCs als Zentrale Leistungsstelle für Asylbewerber (ZLA) angekündigt wurde.
  • Diskussion über Einzelschicksale. 
  • Begegnen Ehrenamtliche im Kontakt mit Bewohner_innen aus der „Esche“ Geschichten/Menschen, die sie selbst belasten oder bei denen sie sich um die betreuten Menschen sorgen, kann/sollte Pia von Prisod und Amei angesprochen werden.
  • Das neue Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten in der Darwinstraße wird im November eröffnet. Bis dahin arbeiten die verschiedenen Abteilungen, die bisher zum LAGeSo gehörten, an unterschiedlichen Standorten in der Stadt. 
Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF)
Es werden nach und nach weniger. Einerseits erreichen derzeit kaum noch welche Berlin, während manche inzwischen volljährig oder für volljährig erklärt werden. Das Clearing-Verfahren beschleunigt sich langsam. Vormundschaften dauern dagegen sehr lang. 
Die Beschwerdestelle beim Senat funktioniert immerhin und ist unter folgender Adresse zu erreichen: uma@senbjw.berlin.de. Sie ist vor allem im Zusammenhang mit Einzelfällen nutzbar..
Jugendliche aus der Nussbaumallee sind inzwischen in eine Unterkunft von Trialog in Tempelhof-Schöneberg umgezogen.
Erneut wird auf das Patenprojekt für UMF hingewiesen: wir suchen weiterhin interessierte Paten und Pat/innen! -> Flyer Patenprojekt
Hinweis auch für alle Interessierte an Vormundschaften: es gibt eine informative Seite unter vormund-werden.de und monatliche Informationstreffen. Alle, die sich überlegen, vielleicht doch eine Vormundschaft anzustreben, können sich auch gerne bei Sabine (umf@willkommen-im-westend.de) melden. Die Jugendlichen können ohne Vormünder ihre Asylanträge nicht stellen, damit ist auch kein Familiennachzug möglich!
Projekt MyWestend
Jugendliche aus verschiedenen Unterkünften haben sich letztlich zum ersten Vorbereitungstreffen getroffen und planen ein Fest am 09.07., 15 Uhr, und ggf. Aktivitäten in den Sommerferien. Kontakte mit Jugendlichen aus unterschiedlichen Schulen im Bezirk sind ebenfalls bereits vorhanden.
Hinweis auf das Benefizkonzert am 10.06. zugunsten von MyWestend -> siehe unten
Nadelsalon in der „Esche“
Der beliebte Nadelsalon öffnet immer mittwochs von 10 bis 13 Uhr. An Spenden für Arbeitsmaterialien mangelt es derzeit nicht. Weitere Teilnehmer*innen sind herzlich willkommen.

Termine:

  • 10.06., 18 Uhr: Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche: „Musik verbindet“ – Benefizkonzert mit dem syrischen Pianisten und Beethoven-Preisträger Aeham Ahmad, Studierenden der Universität der Künste Berlin und internationalen Künstlern
  • 19.06., 14 Uhr, Oranienplatz: Bundesweite Menschenkette „Hand in Hand gegen Rassismus für Menschenrechte und Vielfalt“
    (http://hand-in-hand-gegen-rassismus.de/menschenkette/berlin/)
  • 26.06., 12 – 18 Uhr, Gierkeplatz. 300 Jahre Luisenkirche – Fest des Kirchenkreises  Charlottenburg-Wilmersdorf.
    Hier ist auch ein Stand der verschiedenen Flüchtlings-Initiativen geplant. Mithelfende sind erwünscht, bitte bei Amei (amei@willkommen-im-westend.de) melden
  • 03.07.: Die City-Stiftung Berlin plant auf dem KPM-Gelände einen Markt und lädt Ehrenamtliche und Geflüchtete dort zum Frühstück ein. Eine offizielle Einladung dazu kommt noch. Es wird nur 150 Plätze geben und eine schnelle Anmeldung ist notwendig.
  • 07.07., 19 Uhr, im Gemeindehaus der Kirchengemeinde Neu-Westend: nächstes WiW-Treffen. Voraussichtliches Thema: Planung der Sommerferien und weitere Aktionen (auch für neue Unterkünfte). Neue Interessierte sind herzlich willkommen – sie werden gebraucht!

Verschiedenes

Die Gemeinde Neu-Westend ist nun auch ein „Godspot“ mit freiem WLAN für Alle, wobei die Verbindungsqualität noch ein wenig verbessert wird.

Mai 30

Willkommen im Westend Treffen am 02.06.

Liebe Aktive, Freunde und Freundinnen,

Herzlich willkommen zu unserem nächsten Treffen

am Donnerstag, dem 02.06. um 19 Uhr
im Gemeindehaus Neu Westend, Eichenallee 51, 14050 Berlin

Mai 21

Wichtig: Neue Abläufe am LaGeSo: Wer muss wo hin?

Mit dem 20. Mai und der Inbetriebnahme des ICC als neue Anlaufstelle des LaGeSo hat sich viel geändert. Christian Lüder vom Netzwerk Berlin hilft hat sich bemüht, Licht in das Dunkel zu bringen und zu beschreiben, wer sich wo melden muss.

Wichtig:

Außer für neu ankommende Geflüchtete (weiterhin in der Turmstrasse melden) ist für (fast) alles weitere die zentrale Anlaufstelle das ICC (Messe Nord)!

Alle weiteren Infos bitte bei Berlin hilft nachlesen für neu Angekommene und für diejenigen, die bereits registriert sind.

Danke Chris!

Mai 18

Heute Spendenannahme Akazienallee geschlossen (18.5.)

ganz kurzfristig, wegen Krankheit und nur ausnahmsweise…

Tut uns leid!

Mai 09

Aus dem Leben eines Gutmenschen – oder: warum wir von der Flüchtlingswelle profitieren können

„Ich habe beschlossen, mich nicht von der Angst treiben zu lassen, von der Leute wie Du politisch leben – die ihr den Menschen nehmt wie die Grauen Herren in „Momo“ die Zeit; ihr dreht Euch aus den Angstblüten Zigarren und saugt daran. Ohne Angst werdet Ihr Euch auflösen wie die grauen Herren in Nichts.“ (aus einem offenen Brief eines ehemaligen Studienkollegen an Marcus Pretzell, Landesvorsitzender der AfD in NRW)

 

Ca. 5500 Geflüchtete leben in Flüchtlingsheimen in Charlottenburg-Wilmersdorf, dazu 300 unbegleitete Minderjährige und eine unbekannte Anzahl in Wohnungen oder Hostels – es ist eine Aufgabe – aber auch eine Aufgabe, vor der wir keine Angst haben müssen, die wir mit über 300.000 Einwohnern bewältigen können.

Es sind jetzt schon vielfältige Angebote, die den Menschen von ungezählten Freiwilligen gemacht werden. Ehrenamtliche überbrücken die quälenden Monate der Warterei auf einen Schulplatz und bringen Jugendlichen, die Weiterlesen »

Mai 08

Willkommen im Westend Treffen am 12.05.

Liebe Aktive, Freunde und Freundinnen,

Herzlich willkommen zu unserem nächsten Treffen

am Donnerstag, dem 12.05. um 19 Uhr
im Gemeindehaus Neu Westend, Eichenallee 51, 14050 Berlin

Apr 25

Wenn Zivilgesellschaft diskutiert: Ergebnisse zum Masterplan Integration und Sicherheit am 23.04.

Die Organisatoren mit den Bürgermeister bei der Begrüßung

Die Organisatoren mit den Bürgermeister bei der Begrüßung

Am vergangenen Samstag, den 23.4., haben über 60 Initiativen und Organisationen, die in Berlin Geflüchtete unterstützen, über den vom Berliner Senat vorgelegten Entwurf für den „Masterplan für Integration und Sicherheit“ diskutiert. Die Gesprächsrunden ergaben vielfältige Ergebnisse, wie es den unterschiedlichen Perspektiven der Initiativen entspricht. Die Anwesenheit von Betreibern, Hauptamtlichen aus den Bezirks- und Senatsverwaltungen sowie Geflüchteten selbst rundeten die Vielfalt ab. Dabei war es nie Ziel der Diskussion, zu einer von Allen geteilten Positionierung zu finden, sondern miteinander über den Inhalt und die Ausrichtung des Masterplans ins Gespräch zu kommen.

Die Anwesenden kritisierten grundsätzlich den eng gesetzten Zeitrahmen zwischen Veröffentlichung und der bald bevorstehenden Verabschiedung des Masterplans durch den Senat. Zudem hätte eine Beteiligung der Initiativen und der Geflüchteten vorgesehen werden müssen.

Folgende Hauptkritikpunkte wurden im Laufe der Diskussion deutlich:

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Apr 21

Neues zum Diskussionstag über den Masterplan zur Integration und Sicherheit am 23.4.16

Der Aufregungspegel steigt, denn die Resonanz ist riesig auf unsere Einladung zu unserem Diskussionstag zum Entwurf des Masterplans für Integration am kommenden Samstag. Bisher haben sich weit über 100 Menschen aus 80 verschiedenen Freiwilligenbündnissen und Organsiationen angemeldet, es sind Mitarbeiter von Trägern oder aus Verwaltungen, Geflüchtete und viele, viele Freiwillige aus den verschiedensten Bereichen.
Ich persönlich freue mich sehr auf die Diskussionen in den Arbeitsgruppen. Wir werden da viele neue Sichtweisen und Erfahrungen erleben und berlinweit Netze zu anderen knüpfen, die sich mit den gleichen Themen beschäftigen wie wir hier.
Anmelden kann man sich noch hier und jetzt kommt die Mail mit dem Zeitplan, die heute an die Angemeldeten ging:

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Apr 16

Zum tragischen Unfall in der Soorstraße

Blumenstrauß zum Andenken mit Schleife

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Mit großer Betroffenheit und Trauer haben wir vom Tod eines zweijährigen Kindes erfahren, das in der Flüchtlingsunterkunft Soorstraße verunglückt ist. Das Mädchen ist am Mittwochnachmittag nach dem Sturz aus einem Küchenfenster des Heimes  im Krankenhaus verstorben.
Felicitas Karimi, Sprecherin von Willkommen im Westend, erklärt: “Dieser schreckliche Unfall ist für alle ein großer Schock. Unser tiefstes Beileid und Mitgefühl gilt den trauernden Eltern. Wie genau es dazu kommen konnte, ist noch nicht abschließend geklärt. Wir können nur hoffen, dass alles getan wird, um das Risiko eines solch tragischen Unglücks in Zukunft zu vermeiden.“
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Team von WiW

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