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Jun 29

Wir holen Hebatullah und Mohammad nach Berlin!

Die Brüder Raed (16) und Raad Hamidi (19) aus Syrien sind nach langer und gefährlicher Flucht ganz alleine nach Berlin gekommen. Ihr größter Wunsch: endlich wieder mit ihrer Familie zusammen zu leben. Per Familiennachzug dürfen aber nur die Eltern nach Berlin kommen, den kleinen Geschwistern Mohammad (7) und Hebatullah (12) wird das Visum verweigert. Raed weiß keinen Ausweg. Entweder wird er seine Eltern vielleicht niemals wieder sehen oder diese müssten die kleinen Geschwister in der Türkei zurücklassen. Das würden sie natürlich niemals tun. Es scheint eine unmenschliche und aussichtslose Situation.

Aber wir können ihnen helfen:

Die Flüchtlingspaten Syrien haben für Mohammad und Hebatullah ein Konto eingerichtet. Mit Ihrer Spende holen wir die beiden Kinder nach Berlin:

Wir suchen 90 Pat*innen, die 5 Jahre lang 10 Euro im Monat spenden.

Bitte spenden Sie an:

https://fluechtlingspatenIsyrien.de/

Stichwort „Pilot“ (im Nachrichtenfeld)

Bei größeren Spendenbeträgen reduziert sich die Anzahl der gesuchten monatlichen Spender*innen.

Auch Einzelspenden sind willkommen. Die Dauer der Spende ist eine freiwillige Verpflichtung.

Helfen Sie schnell, damit die Familie Hamidi baldmöglichst zusammenleben kann.

 

Hintergrund: Lesen Sie die ganze Geschichte der Familie Hamidi

Raed und sein Bruder Raad Hamidi sind als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (umFs) alleine nach Berlin gekommen. Der Vater desertierte 2014 als Pilot aus der Assad-Armee, weil er sich nicht am Krieg gegen unschuldige Menschen beteiligen wollte. Er konnte mit seiner Familie in die Türkei fliehen aber auch dort ist die Familie nicht sicher. Daher flohen die beiden älteren Söhne nach Deutschland.

In Berlin waren Raed und Raad erst völlig auf sich allein gestellt. Durch alle Raster der Jugendhilfe gefallen, mussten sie sich in der Stadt zunächst ganz alleine durchschlagen und lebten in unterschiedlichen prekären Notunterkünften.

Glück hatten die beiden Brüder im Asylverfahren: ihnen wurde bereits im Juni 2016 die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt. Und dann hatten sie noch einmal Glück, Raed stieß auf eine engagierte Lehrerin in seiner Willkommensklasse. Sie vermittelte ihm den Kontakt zu einer Aktiven von Willkommen im Westend, die inzwischen sein Vormund ist. Gemeinsam sorgten beide dafür, dass Raed in eine betreute JugendWG aufgenommen wurde. Die beiden Brüder haben den Mut nicht verloren und machen gute Fortschritte. Raed ist seit Mai bereits Schüler in einer 9. Klasse, der mittlerweile volljährige Raad macht ein Praktikum als Zahntechniker.

Ihre Familie stellte bereits im Juni 2016 an der deutschen Botschaft in Istanbul den Antrag auf Familienzusammenführung. Erst nach 10 (!) Monaten im April 2017 erhielten die Eltern ein Visum zur Einreise nach Deutschland. Doch das Visum galt nicht für ihre beiden kleinen Kinder, den 7jährigen Mohammad Nour und die 12jährige Hebatullah.

Begründet wird dies damit, dass die Eltern zwar zu ihrem minderjährigen Sohn nach Deutschland kommen dürfen, das Recht auf Familienzusammenführung aber nicht für minderjährige Geschwister gilt. Für deren Lebensunterhalt müssten die bereits in Deutschland lebenden Familienangehörige aufkommen. Bisher erhielten minderjährige Geschwister aus humanitären und sozialen Gründen immer zusammen mit ihren Eltern ein Visum, die neue Verschärfung der Bestimmungen verstößt klar gegen die UN Kinderrechtskonvention und wie absurd sie ist, zeigt sich besonders, wenn Antragsteller ein 16jähriger Junge ist, der gar nicht das Geld haben kann, für den Lebensunterhalt seiner kleinen Geschwister aufzukommen.

Zusammen mit den Flüchtlingspaten Syrien will Willkommen im Westend die Familie trotzdem wieder vereinen. Freiwillige sind bereits gefunden, die sich dem deutschen Staat gegenüber verpflichten die Unterhaltskosten der beiden Kinder für 5 Jahre zu übernehmen – nun benötigen wir Spender, die sie dabei unterstütI zen.:

Wer mit Verpflichtungsermächtigung einreist, ist (mit Ausnahme der Krankenversicherung) von allen staatlichen Leistungen ausgeschlossen. Die Flüchtlingspaten Syrien helfen dabei, dass diese Kosten auf viele Schultern verteilt werden. Daher benötigen wir Ihre finanzielle Hilfe für diesen Zeitraum.

Natürlich werden die Hamidis sobald sie sich ein wenig eingelebt haben, selbst alles daransetzen, ihre Familie eigenständig zu versorgen und zu finanzieren.

Bitte helfen Sie mit. Gemeinsam geben wir der Familie eine Chance!

Ihr Willkommen im Westend Team.